Hausarbeit bequemer machen

Tipps für ergonomisches Hausarbeiten

Die meisten von uns wünschen sich, in der vertrauten Wohnung alt werden zu können. Auch wenn manches zunehmend beschwerlich wird, möchten wir uns unsere Selbstständigkeit so lange wie möglich bewahren. Dazu gehört auch, dass so manche Aufgaben regelmäßig erledigt werden müssen – wie z. B. Hausarbeit. Damit die Belastungen insbesondere für Rücken und Gelenke so gering wie möglich bleiben, sollten wir ergonomisch arbeiten. Was das bedeutet und worauf wir achten sollten, um unseren Körper bei der Hausarbeit zu entlasten, haben wir in unserer Broschüre zusammengestellt.

Die richtige Körperhaltung und der Einsatz ergonomischer Haushaltsgeräte sind dabei ebenso Thema wie die vernünftige Arbeitseinteilung und fachgerechte Unterstützung durch Haushaltshilfen.

Aufräumen, Putzen, Staubsaugen, Abwasch – Hausarbeit ist für die meisten nicht unbedingt das, was Anlass zu großer Begeisterung gibt. Doch sie muss nun mal regelmäßig erledigt werden. Gern nutzt man da alle Möglichkeiten, damit die Arbeit leichter von der Hand geht. Zumal Hausarbeit auch eine körperliche Anstrengung ist. Damit sie nicht zu einer gesundheitlichen Belastung wird, sollten Sie ergonomisch arbeiten. Das bedeutet, dass Sie Fehlhaltungen, einseitige Belastungen und unfallträchtige Bewegungen vermeiden, Ihre Arbeitsbereiche nach praktischen Gesichtspunkten einrichten und entsprechende Hilfsmittel und Geräte einsetzen, die ebenfalls den ergonomischen Anforderungen gerecht werden. Mit zunehmendem Alter, wenn die körperlichen Fähigkeiten und die Beweglichkeit nachlassen, sollten Sie besonders viel Wert auf Ergonomie legen. So schonen Sie Ihre Gesundheit und schaffen die Voraussetzung, in Ihrem Haushalt viele Dinge lange Zeit selbstständig erledigen zu können.

Bewahren Sie Haltung!

Hausarbeit

Rücken und Gelenke werden bei der Hausarbeit besonders beansprucht. Wer lange Zeit in gebückter Haltung den Boden reinigt, sich beim Fensterputzen ruckartig reckt, am Bügelbrett stehend den Berg an Wäsche plättet oder hartnäckigen Schmutz ausgiebig mit dem Scheuerlappen bearbeitet, wird anschließend womöglich über Rückenschmerzen, Verspannungen und schmerzende Handgelenke klagen.

Mit der richtigen Haltung bei der Arbeit und durch bewusst ausgeführte, kontrollierte Bewegungen können Sie Ihren Rücken und Ihre Gelenke schützen. Zusätzlich sollten Sie Ihre Wohnung, insbesondere Ihre Küche, rückenfreundlich einrichten. Höhenverstellbare Haushaltsgeräte und verlängerbare Teleskopstiele an Besen und Staubsauger sorgen dafür, dass Sie bei aufrechter Körperhaltung arbeiten können.

Doch es wäre gelogen, so zu tun, als gäbe es keine altersbedingten Beeinträchtigungen. Körperliche Veränderungen und gesundheitliche Einschränkungen können der Lust sehr wohl im Wege stehen. Allerdings sollte man sich nicht damit abfinden. Für manche Störfaktoren gibt es Behandlungsmethoden, für andere benötigt es einfach mehr Zeit, ein vertrauensvolles Gespräch oder neue Spielarten der Liebe.

Erleichtern Sie sich die Arbeit mit modernen Haushaltsgeräten!

Viele Haushaltsgeräte sind heutzutage bereits nach ergonomischen Kriterien weiterentwickelt worden. Das gilt auch für das Gerät, das bei der Wohnungsreinigung am häufigsten zum Einsatz kommt: den Staubsauger.

Komfortable Geräte lassen sich dem Nutzer anpassen. Eine rückenschonende, aufrechte Arbeitshaltung ist nur dann möglich, wenn Sie die Länge des Saugrohrs einfach und schnell entsprechend Ihrer Körpergröße variieren können. Außerdem sollten Sie es so weit herausziehen können, dass auch entfernte, schlecht zugängliche Flächen, beispielsweise unterm Bett oder auch die Zimmerdecke, bequem zu erreichen sind. Mit kleinen, handlichen Geräten, die mit leichtgängigen, rundum drehbaren Rollen ausgestattet sind, hält sich auch der Kraftaufwand in Grenzen. Besonders lange Kabel, die ohne Umstecken einen großen Aktionsradius ermöglichen und sich selbstverständlich automatisch auf- und abwickeln, erleichtern die Handhabung. Anwenderfreundliche Extras ersparen Ihnen zusätzliches Bücken. Das sind z. B. im Saugergriff integrierte Funkfernbedienungen, über die Sie den Sauger an- und ausschalten und die Saugleistung regulieren, oder stehend mit Fußklick zu wechselnde Düsen.

Solche Geräte schaffen beste Voraussetzungen dafür, dass das Staubsaugen nicht zum Kraftakt und zur Belastungsprobe für Ihren Rücken wird.

Organisieren Sie Ihre Arbeit!

Ein mehrstündiger Großputz der gesamten Wohnung bringt jeden zur Erschöpfung. Sinnvoller ist es, sich die Arbeit einzuteilen. An einem Tag wird gesaugt, am nächsten Tag das Bad geputzt. Ergonomisches Arbeiten bedeutet außerdem auch, dass Sie zwischen den einzelnen Arbeiten immer wieder Ihre Körperposition verändern und Pausen einlegen sollten, um zu entspannen.

Lassen Sie sich helfen!

Wenn trotz allem die Hausarbeit immer anstrengender für Sie wird, lassen Sie sich helfen. Leben mehrere Personen in Ihrem Haushalt, beginnt das bei der Arbeitsteilung. Jeder bringt sich nach seinen Möglichkeiten bei der Hausarbeit ein. Schaffen Sie es dennoch nur mit Mühe, Ihre Wohnung so in Ordnung zu halten, dass Sie sich wohlfühlen, oder möchten Sie einfach mehr Zeit für angenehmere Dinge haben, sollten Sie über eine Haushaltshilfe nachdenken, die Sie regelmäßig unterstützt. Eine geeignete Kraft können Sie über Stellenanzeigen in Ihrer Tageszeitung oder Aushänge an Schwarzen Brettern finden. Ideal ist es, wenn Ihnen Bekannte jemanden empfehlen können. Außerdem gibt es verschiedene Agenturen und Onlineportale, die sich auf die Vermittlung von Haushaltshilfen spezialisiert haben.

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