Volkskrankheit Reizmagen

Magenbeschwerden im AlterJeder vierte Deutsche leidet am sogenannten Reizmagen. Diese Diagnose stellen Ärzte, wenn den typischen Symptomen keine organischen Veränderungen in Form von Entzündungen, Geschwüren, Tumoren oder anderen erkennbaren Schäden zugrunde liegen. In diesen Fällen spricht man von einer funktionellen Störung, die für die Betroffenen aber sehr real ist, weil sie tatsächlich von Magen-Darm-Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Sodbrennen oder Übelkeit geplagt sind.

Die neue DSL-Broschüre "Magenbeschwerden im Alter" klärt darüber auf, was uns auf den Magen schlägt und wie wir Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl und Sodbrennen am besten begegnen und die unangenehmen Symptome im Idealfall ganz umgehen.

Bis zur Diagnose ist es häufig ein weiter Weg, da diese nur durch Ausschluss ernsthafter Erkrankungen erfolgt. Die meisten Betroffenen sind in zweifacher Hinsicht erleichtert, wenn sie endlich wissen, was ihnen fehlt – zum einen sind sie froh, dass sie nicht an einer schlimmen Krankheit leiden, zum anderen haben sie nun endlich eine anerkannte Diagnose. Ein Patentrezept gibt es jedoch nicht. Die Patienten müssen weitgehend selbst herausfinden, was die Beschwerden verursacht. Manche vertragen bestimmte Nahrungsmittel nicht, andere reagieren sehr empfindlich auf Stress oder seelischen Druck.

Auslöser von Magen-Darm-Beschwerden

  • Stress: Angst, Ärger, Hektik, Trauer und andere psychische Belastungen
  • Trinkgewohnheiten: zu kalte Getränke, verstärkter Alkoholkonsum
  • Essverhalten: unregelmäßiges, hektisches Essen, zu viele, fette oder unhygienische Speisen, scharfe oder ungewohnte Nahrung, Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Kreislaufbelastung: zu hohe Temperaturen, zu viel Sonne, ungewohnte Anstrengungen
  • Medikamente, Nikotin, Säure: zu viel Kaffee, Tee oder Nikotin, Zitrusfrüchte
Den Auslösern auf die Spur kommen

Mit Hilfe eines Beschwerdetagebuchs kann man die Auslöser der Symptome eingrenzen und versuchen, sie zu vermeiden. Denn was uns auf den Magen schlägt, bringt den Bewegungsablauf des Magens durcheinander, der darauf mit unterschiedlichen Beschwerden reagiert.

Sodbrennen ist nicht gleich Sodbrennen

Viele Menschen mit einem Reizmagensyndrom empfinden vor allem das saure Aufstoßen, auch Sodbrennen genannt, als äußerst unangenehm. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Sodbrennen seltener durch ein Zuviel an Magensäure entsteht, sondern meistens dadurch, dass die Säure als Folge einer Magenfunktionsstörung an den falschen Ort gelangt. Um diese Unterscheidung treffen zu können, sind die Patienten aufgefordert, ihrem Arzt die Symptome so genau wie möglich zu beschreiben. Als Faustregel gilt: Tritt Sodbrennen in Kombination mit anderen Magenbeschwerden wie etwa Völlegefühl, Magen-Darm-Krämpfen und Übelkeit auf, deutet dies auf eine Magenfunktionsstörung hin.

Arzneimittel mit vielfältigen Wirkweisen

Magenbeschwerden im AlterIn diesem Fall wird der behandelnde Arzt ein Arzneimittel empfehlen, das auf die Verbesserung der komplexen Magenfunktionsstörung ausgerichtet ist und an vielen verschiedenen Punkten ansetzt. Diese Therapeutika sind meist pflanzlichen Ursprungs und helfen, die Magennerven zu beruhigen, die Magenmuskulatur zu entspannen und zu entkrampfen, die Magenbewegung in die eine oder andere Richtung zu regulieren und die Magensäurebildung zu normalisieren.

Tritt Sodbrennen alleine auf, ist die Refluxkrankheit (krankhaft gesteigerter Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre) die häufigste Ursache und die Säurehemmung das Mittel der Wahl.

Viele weitere Informationen und hilfreiche Tipps für den Umgang mit Magen-Darm-Beschwerden im Alltag erhalten Sie in der neuen DSL-Broschüre "Magenbeschwerden im Alter".

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