Was heißt hier alt?

DSL twittert zur Vielfalt des Älterwerdens unter #Jahresringe

Bonn, 09.05.17 Die Deutsche Seniorenliga will mit Vorurteilen gegenüber älteren Menschen aufräumen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter bringt die Organisation unter #Jahresringe ab sofort regelmäßig Fakten und Statements, die ein realistisches Altersbild vermitteln.

Alte Menschen schauen nur Volksmusiksendungen, sind ständig krank, nörgeln viel und lernen nichts Neues mehr. Um das Älterwerden ranken sich zahlreiche negative Vorurteile. Auf der anderen Seite gibt es das Bild des rüstigen Rentners, der gern reist, Fremdsprachen lernt, Marathon läuft und sich ehrenamtlich engagiert. Eine realistische Beurteilung des Lebens ab dem Rentenalter ist schwierig. „Das ist eigentlich kein Wunder“, bemerkt Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga e.V. in Bonn. „Denn die Lebensspanne nach der Rente erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte, in der sich der Mensch, aber auch die Gesellschaft weiterentwickelt und verändert. ‚Die ältere Generation‘ gibt es nicht.“ So fühlen sich die meisten Mitte Fünfzigjährigen, die als Generation 50plus in Werbung und Presse schon zu den Älteren zählen, in dieser Schublade überhaupt nicht aufgehoben. Ebenso wenig erfüllen viele Siebzigjährige das Klischee, ihr Rentnerdasein nur mit Kaffeefahrten und Enkelhüten auszufüllen. Und obwohl Krankheiten im Alter häufiger auftreten, so bewerten selbst bei 80 bis 85Jährigen nur elf Prozent ihren Gesundheitszustand als schlecht (1). „Die Bedürfnisse, Wünsche und Möglichkeiten in den Generationen der Fünfzig- bis Hundertjährigen sind ebenso vielfältig wie in der Jugend. Darauf sollte sich die Gesellschaft, die Industrie und die Politik einstellen“, fordert Hackler.

Mit dem hashtag #Jahresringe twittert die Seniorenliga (@Seniorenliga) ab sofort Interessantes, Neues und Skurriles zum Themenkomplex Senioren, Alter, Demographie und Altersbilder. Infos zum Engagement des Verbands unter www.deutsche-seniorenliga.de.

1 Generali-Altersstudie 2013, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach