Auch im Alter fit und gesund mit guter Verdauung

Aktualisierte Broschüre „Aktiv für Ihre Darmgesundheit“

Bonn, 13.09.16 Der Darm ist der Schlüssel für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Er versorgt uns nicht nur mit lebenswichtigen Nährstoffen aus der Nahrung, sondern steuert 80 Prozent des Stoffwechsels und der Immunabwehr. Auf innere und äußere Einflüsse reagiert der Darm aber äußerst sensibel. Die Folge können Verdauungsprobleme, Bauchschmerzen, Blähungen oder ernsthafte Erkrankungen sein. Aus Scham quälen sich viele Betroffene unnötig lange mit Beschwerden herum, bevor sie einen Arzt aufsuchen. Die aktualisierte Broschüre "Aktiv für Ihre Darmgesundheit" gibt wichtige Tipps zum Erhalt der Darmgesundheit und beschreibt Ursachen sowie Therapiemöglichkeiten bei Darmerkrankungen.

Altersbedingte Veränderungen

Verdauungsprobleme spielen in jedem Alter eine Rolle, nehmen jedoch im Laufe des Lebens meistens zu. Bei leichten Beschwerden hat es jeder selbst in der Hand, diese mit einer gesunden Lebensführung zu beheben. „Eine gestörte Darmflora ist zwar nicht die Ursache allen, aber zumindest vielen Übels. Gerade im Alter ist es wichtig, den Darm mit einer ausgeglichenen Lebensweise, gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung aktiv bei seiner Arbeit zu unterstützen“, so Professor Ingo Füsgen, Experte für Altersmedizin am St. Elisabeth-Krankenhaus in Velbert.

Ausgewogene Ernährung ist Basis für gesunden Darm

Die meisten Deutschen essen zu viel, zu fett und zu süß. Das macht den Darm nicht nur träge, sondern auch krank. Um die Verdauung anzuregen und den Darm gesund zu erhalten, sollte man auf eine ausgewogene und faserreiche Kost achten. Dazu gehören frisches Obst, buntes Gemüse und Vollkornprodukte. Diese Lebensmittel enthalten besonders viele Ballaststoffe, die für die nötige Darmfüllung und somit einen regelmäßigen Stuhlgang sorgen und die den Darmbakterien als „Futter“ bei der Verwertung der Nahrung dienen. Damit der Verzehr von Ballaststoffen nicht umgekehrt zu Verstopfung führt, bedarf es einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr – ideal sind zwei Liter Flüssigkeit am Tag.

Bewegung bringt den Darm in Schwung

Der Darm mag nichts lieber als Bewegung. Dadurch kommt er so richtig in Schwung und die Verdauung wird angeregt. Am besten eignet sich eine Kombination aus leichtem Ausdauertraining und Gymnastik. Sportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren kurbeln Stoffwechsel und Kalorienverbrauch an, stärken das Immunsystem und verbessern die Verdauung. Ergänzend dazu kräftigt Gymnastik die Bauchmuskeln, die wiederum die Darmtätigkeit unterstützen. Wer keinen Sport treiben möchte oder kann, profitiert auch von regelmäßigen Spaziergängen.

Darmprobleme mit dem Arzt besprechen

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen oder die Darmbeschwerden häufiger auftreten und das Wohlbefinden deutlich einschränken, ist es wichtig, dies frühzeitig mit dem Hausarzt zu besprechen. Leider werden Themen wie Verdauung und Stuhlgang von vielen Betroffenen nicht thematisiert, meint Füsgen: „Nicht nur im Ernstfall wird durch Schweigen unnötig wertvolle Zeit verschenkt.“ Der Behandlungserfolg von leichten wie von schweren Darmerkrankungen hängt ganz wesentlich von einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung ab. „Man sollte nicht aus Verlegenheit seine Gesundheit riskieren“, so Füsgen.

Kostenlose Broschüre

Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstr. 32, 53123 Bonn. Hotline 01805 - 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro/Min) www.dsl-darmgesundheit.de