Sicher leben im Alter – Sturz- und Brandunfälle sind vermeidbar

Neue Seniorenliga-Broschüre „Ein sicheres Zuhause“

Bonn, 23.03.16 Für Senioren sind Stürze die Unfallursache Nummer eins. Allein 100.000 ältere Menschen erleiden jedes Jahr einen Oberschenkelhalsbruch, der häufig Ursache für Immobilität und anschließende Pflegebedürftigkeit ist. Eine weitere Gefahrenquelle sind Wohnungsbrände. Senioren haben oftmals eine eingeschränkte Sinneswahrnehmung und Mobilität - viele leben alleine. Dadurch ist ihr Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen, doppelt so hoch wie im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung. Die neue kostenlose Broschüre „Ein sicheres Zuhause“ gibt viele Tipps, wie man Stürzen und Brandunfällen zuhause vorbeugen kann. Sie informiert einfach und klar, wie man sein Lebens- und Wohnumfeld mit kleinen Mitteln sinnvoll und vor allem sicher einrichtet.

Schutz vor Sturzunfällen im Haushalt

Stürze im Alter können auch lebensgefährliche Folgen haben. Rund 3.600 Menschen über 65 Jahre kommen pro Jahr in Deutschland durch einen Sturz in den eigenen vier Wänden ums Leben. „In den meisten Fällen sind Sicherheitsmängel in der Wohnung für die Stürze mitverantwortlich. Dabei können viele Unfälle durch einfache Maßnahmen vermieden werden“, so Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga (DSL). So erhöhen nicht gründlich verlegte Kabel oder rutschende Teppiche die Sturzgefahr. Diese sollten entfernt oder mit Antirutschmatten versehen werden. In allen Räumen sollten die Lichtschalter von der Tür aus erreicht werden können, damit man sich nicht im Dunkeln vortasten muss. Mit einem Bewegungsmelder am Bett schaltet sich das Licht automatisch ein, wenn man nachts aufstehen muss. Badewannen und Duschen sollten mit Haltegriffen und rutschfesten Matten ausgestattet werden. Im Bad gilt: Wegen der Rutschgefahr nie mit nassen Füßen auf den bloßen Boden treten.

Rauchmelder sind Lebensretter

Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 500 Menschen bei Wohnungsbränden. Allerdings fallen nur fünf Prozent von ihnen den Flammen zum Opfer. Viel gefährlicher ist der Rauch. 70 Prozent der Betroffenen werden nachts im Schlaf von einem Brand überrascht. Das unbemerkte Einatmen des geruchlosen Gases Kohlenmonoxid führt innerhalb weniger Minuten zur Bewusstlosigkeit und anschließend zum Tod. Auch diese Gefahr kann laut Hackler mit einfachsten Mitteln vermieden werden: „So können im Haus angebrachte Rauchmelder Leben retten, indem sie die Bewohner mit schrillem Pfeifton warnen.“ Die Installation empfiehlt sich in allen Schlaf- und Wohnräumen. Befindet sich in der Wohnung bzw. im Haus außerdem eine Verbrennungseinrichtung wie ein Kamin oder eine Gastherme, schützt ein CO-Warnmelder vor einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Kostenloser Ratgeber „Ein sicheres Zuhause“

Die Broschüre „Ein sicheres Zuhause“ kann ab sofort kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga Bonn bestellt werden. Der Ratgeber gibt umfassende Tipps zur Vermeidung von Stürzen und Brandunfällen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Einbruchschutz. Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn.