Mit Wohlbefinden durch die Weihnachtstage

So nimmt der Magen Gans und Plätzchen nicht übel

Bonn, 10.12.15 Weihnachtsgans, Christstollen, Glühwein: Der Gedanke an die traditionellen Leckereien weckt die Vorfreude auf die Weihnachtsfeiertage. Für den Magen kann diese Zeit jedoch Stress bedeuten: Völlegefühl und Blähungen, aber auch Magenschmerzen oder Sodbrennen sind an Weihnachten oft unangenehme Begleiter. Wer das Festessen ohne Beschwerden überstehen will, sollte daher einiges beachten.

Weniger Fett und in Maßen

Für viele Menschen gehört ein knuspriger Gänsebraten zu einem gelungenen Weihnachtsfest dazu. Der Preis für den Festschmaus sind jedoch häufig Magendrücken und Sodbrennen, denn der hohe Fettanteil verzögert die Magenentleerung. Empfindliche Personen sollten daher vor allem die fettreiche Haut nur in Maßen genießen. Eine leckere und gleichzeitig magenfreundliche Beilage ist zum Beispiel Rotkohl, der mit verdauungsförderndem Zimt und Nelken gewürzt ist. Nach einem reichhaltigen Hauptgang sollte die Nachspeise leicht ausfallen. Ein Obstsalat oder eine Joghurtspeise sind eine gute Alternative zu schweren Sahnedesserts.

Langsam essen

Um üppige Mahlzeiten verdauen zu können, braucht der Magen Unterstützung. Gründliches Kauen gehört dazu, denn während des Kauvorgangs wird die Nahrung bereits vorverdaut. So hat der Magen es leichter, den Speisebrei zu vermischen und zu transportieren. Wer ausführlich kaut, isst außerdem langsamer und dadurch weniger, denn das Sättigungsgefühl tritt ein, bevor der Magen überlastet werden konnte.

Spaziergang statt Verdauungsschnaps

Der obligatorische Verdauungsschnaps gehört für viele Menschen als Abschluss eines festlichen Essens dazu. Dagegen ist nichts einzuwenden, eine verdauungsfördernde Wirkung hat Schnaps allerdings nicht. Im Gegenteil: Zu viel Alkohol kann bei empfindlichen Menschen den Magen reizen. Wer seine Verdauung in Schwung bringen will, sollte nach dem Essen lieber einen Spaziergang machen.

Nur kein Stress

Stress schlägt auf den Magen: Stresshormone wie Adrenalin bewirken, dass sich die Gefäße im Magen-Darmtrakt zusammenziehen und die Magenschleimhaut schlechter durchblutet wird. Sie hemmen außerdem die Magenentleerung und kurbeln die Säureproduktion an. Die Folge können Völlegefühl, Magenschmerzen und Sodbrennen sein. Um das zu verhindern, sollte der Aufwand für das Weihnachtsessen im Rahmen bleiben. Das gelingt zum Beispiel mit einem Menü, das sich gut vorbereiten lässt. Außerdem können die Gäste statt Blumen einen Salat oder das Dessert mitbringen.

Weitere Tipps zur Vorbeugung von Magenbeschwerden sowie Behandlungsmöglichkeiten bei Magenschmerzen, Krämpfen, Sodbrennen, Völlegefühl oder Blähungen gibt die Broschüre „Magenbeschwerden im Alter“. Der Ratgeber ist kostenfrei und kann telefonisch, postalisch oder über das Internet bei der Deutschen Seniorenliga angefordert werden: DSL e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.dsl‑magenbeschwerden.de. Bestell-Hotline 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).