Was hilft bei Schwindelattacken?

Wenn sich alles dreht – Schwindel im Alter

Bonn, 01.12.2015 Gleichgewichtsstörungen sind neben Kopf- und Rückenschmerzen die dritthäufigste Ursache für einen Arztbesuch. Meist klagen die Betroffenen über ein Schwanken oder das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Auch junge Menschen kennen die Symptome. Jeder Dritte hat im Laufe seines Lebens eine Schwindelattacke. Im Alter nehmen Störungen im Gleichgewichtssystem jedoch deutlich zu. So leidet fast die Hälfte aller Menschen über 75 Jahren unter Schwindelgefühlen. Die Seniorenliga-Broschüre „Wenn sich alles dreht – Schwindel im Alter“ informiert, welche Ursachen hinter dem Schwindel stecken und wie die Symptome behandelt werden können.

Sofortmaßnahmen gegen Schwindelgefühl

Es fühlt sich an, als ob der Boden schwankt, man taumelt und droht zu stürzen. Schwindel kann buchstäblich umwerfend sein! Bei einem akuten Schwindelanfall sollte man sich schnell hinlegen, die Beine hochlegen und die Augen schließen. Zuviel oder zu wenig Sauerstoff im Gehirn kann den Schwindel verstärken. Deshalb ist es sinnvoll, am besten bei offenem Fenster und frischer Luft, ruhig und relativ tief einzuatmen. Das versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und beruhigt gleichzeitig die Psyche. In der Folge können auch Maßnahmen zur Förderung der Durchblutung des Innenohrs hilfreich sein. Hierzu kann man mit Zeigefinger und Mittelfinger den Bereich direkt vor oder hinter den Ohren durch kreisförmige Bewegungen massieren.

Schwindel nicht verharmlosen

Kommen Schwindel- und Taumelattacken häufiger vor, sollte man medizinischen Rat einzuholen. Dies gilt auf jeden Fall, wenn Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schweißausbrüche, Ohnmachtsgefühle, Fieber, Herzrasen oder Atemnot hinzukommen. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Je nach Verdachtsdiagnose wird er eventuell Spezialisten wie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, einen Internisten oder Augenarzt hinzuziehen. Immer wiederkehrende Attacken bedeuten nicht zwangsläufig eine schlimme Erkrankung, man sollte jedoch auch leichte Schwindelanfälle nicht verharmlosen.

Altersschwindel nicht immer heilbar

Kann kein Auslöser gefunden werden, sollte man sich nicht mit den Beschwerden abfinden - im Gegenteil: Um eine Chronifizierung zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten, kann man auch selbst einige Maßnahmen ergreifen. Grundsätzlich gilt, dass Bewegung und spezielles Training den Schwindel bessern. Schließlich können bei altersbedingt nachlassender Leistungsfähigkeit der Nervenzellen unter anderem gingkohaltige Arzneimittel helfen. Sie fördern die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns und des Innenohres. Zudem unterstützen sie die Zellvernetzung und tragen damit zu einer aktiven Schwindelkompensation bei.

Kostenloser Ratgeber

Die Broschüre „Wenn sich alles dreht – Schwindel im Alter“ informiert, welche Ursachen hinter dem Schwindel stecken und wie die Symptome behandelt werden können. Einfache Übungen, die ohne großen Aufwand zuhause durchgeführt werden können, runden das Informationsangebot ab. Die Broschüre kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt werden. Hotline: 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro/Min.) Weitere Informationen unter www.schwindel-im-alter.de