Hoher Beratungsbedarf und langfristige Wirkung

Senioren-Schulung „Sicherheit ist Einstellungssache“

Bonn, 15.07.15 Moderne Autos werden immer komplexer. Um die optimale Insassensicherheit zu gewährleisten, müssen viele individuelle Einstellungen am und im Auto beachtet werden. Gerade ältere Autofahrerinnen und Autofahrer haben da großen Informationsbedarf. Denn seit ihrer Führerscheinprüfung hat sich die Zahl der sicherheitsrelevanten Funktionen in den Autos vervielfacht. Den wenigsten ist bekannt, dass die richtige Einstellung von Lenkrad, Sitz, Spiegeln und Kopfstützen in hohem Maße der Sicherheit dient.

Dies verdeutlicht nun die Evaluation der Informationsreihe der Seniorenliga „Sicherheit ist Einstellungssache“ durch die Unfallforscher der Versicherer (UDV). „Unsere Veranstaltungsreihe, die sich gezielt an ältere Autofahrerinnen und Autofahrer richtet, macht einen immens hohen Beratungsbedarf deutlich“, erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Seniorenliga, die mit Unterstützung der Polizei Düsseldorf seit Juni letzten Jahres kostenlose, etwa 30-minütige „Schulungen“ anbietet. Bei allen Teilnehmern mussten Fahrzeugeinstellungen angepasst werden. So hatten rund 80 Prozent die Rückenlehne falsch eingestellt. Bei über der Hälfte der Befragten waren Kopfstützen, Spiegel sowie Gurthöhe nicht richtig justiert. Und bei jedem Dritten mussten die Lenkradeinstellungen korrigiert werden.

Besonders bemerkenswert: Jedem Zweiten war mindestens eine Einstellungsmöglichkeit ganz unbekannt. Hierzu zählten insbesondere die Ausstattung des Fahrzeugs mit einer Nebelschlussleuchte sowie die Höhenverstellbarkeit des Gurtes.

Insgesamt wird das Angebot der Seniorenliga mit einer guten Wissensvermittlung und positiven Effekten beurteilt, stellt die UDV fest. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer behielten die individuellen Einstellungen an ihrem Fahrzeug nach der Beratung bei und fast alle würden die Beratung weiterempfehlen. „Deshalb wird die Seniorenliga mit ihren Partnern die Veranstaltungsreihe fortsetzen“, so Erhard Hackler: „Denn es besteht weiterhin großer Beratungsbedarf bei den Senioren.“