Wenn der Magen brennt, drückt und schmerzt

Seniorenliga gibt neue Broschüre „Magenbeschwerden im Alter" heraus

Bonn, 08.07.15 Fast jeder leidet hin und wieder an Bauchweh, Übelkeit oder Sodbrennen. Doch bei alten Menschen werden solche Beschwerden oftmals zum ständigen Begleiter und schränken das Wohlbefinden erheblich ein. Warum der Magen im höheren Alter so empfindlich ist und was Betroffene dagegen tun können, erklärt eine neue Broschüre der Deutschen Seniorenliga.

Wenn bei alten Menschen die Freude am Essen und der Appetit verloren gehen, sind oftmals Magenbeschwerden die Ursache. Denn das höhere Lebensalter macht auch vor den Organen nicht halt: Der Körper produziert weniger Speichel und Magensäure, die Muskulatur von Magen und Darm verliert an Kraft, die Schutzfunktion der Magenschleimhaut nimmt ab. In der Folge wird die Nahrung nicht mehr so gut zerkleinert und verbleibt länger in Magen und Darm, wo sie die empfindlichen Magennerven reizen und darüber hinaus zum Beispiel zu Sodbrennen, Magenschmerzen oder Völlegefühl führen kann. Hinzu kommt, dass bei vielen älteren Menschen Medikamente oder seelischer Stress den Magen zusätzlich belasten.

Ein Symptom kommt selten allein

Dem Thema „Magenbeschwerden im Alter" widmet sich die Deutsche Seniorenliga in einer neuen Broschüre, die in Zusammenarbeit mit Experten aus Medizin und Arzneimittelkunde erstellt wurde. Sie richtet sich an Menschen, die wegen ihrer Magenprobleme ersten Rat suchen. Nach einer kurzen Einführung in die Funktionsweise der Verdauungsorgane werden die fünf häufigsten Magenbeschwerden und ihre Ursachen unter die Lupe genommen: Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen, Sodbrennen sowie Magen-Darmkrämpfe. Dabei erfährt der Leser auch, warum gerade ältere Menschen so häufig an Verdauungsbeschwerden leiden. Ein weiteres Kapitel erklärt die gängigen ärztlichen Untersuchungsmethoden und stellt Behandlungsmöglichkeiten vor. Besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenspiel der verschiedenen Symptome: „Wir möchten die Betroffenen dazu ermuntern, ihrem Arzt oder Apotheker alle Beschwerden so genau wie möglich zu beschreiben – und nicht nur das Symptom, das sie am meisten belastet", erklärt Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga. „Nur wenn das gesamte Beschwerdebild bekannt ist, kann zielgerichtet behandelt werden." Zum Abschluss hält der Ratgeber Tipps für eine magenfreundliche Lebensweise bereit.

Die Broschüre „Magenbeschwerden im Alter" ist kostenfrei und kann telefonisch, postalisch oder über das Internet bei der Deutschen Seniorenliga angefordert werden: DSL e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.dsl-magenbeschwerden.de. Bestell-Hotline 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).