Herz aus dem Takt – Gehirn in Gefahr

Neue Broschüre zu Vorhofflimmern und Schlaganfall

Bonn, 16.04.15 Vorhofflimmern ist mit mehr als zwei Millionen Patienten die häufigste Herzrhythmusstörung in Deutschland. Die Erkrankung selbst ist nicht lebensbedrohlich, ihre Folgen können es aber sein. Denn Vorhofflimmern erhöht deutlich das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Wird die Herzrhythmusstörung rechtzeitig erkannt, können Medikamente und eine herzfreundliche Lebensweise helfen, das Schlimmste zu verhindern. Doch hier liegt das Problem: Vorhofflimmern wird oftmals erst entdeckt, wenn es bereits zu spät ist. Hier setzt eine neue Broschüre der Deutschen Seniorenliga an.

Gelegentliches Herzstolpern ist meist harmlos. Kommen solche Unregelmäßigkeiten aber häufiger vor, beeinträchtigt das die Pumpleistung des Herzens – im schlimmsten Fall kann das Blut verklumpen und einen Schlaganfall auslösen. Nicht immer verursacht Vorhofflimmern typische Beschwerden wie Atemnot, ein Engegefühl in der Brust oder Schwindel. Menschen mit erhöhtem Risiko, etwa Bluthochdruck- oder Diabetespatienten, sollten sich daher regelmäßig beim Arzt auf die Herzrhythmusstörung hin durchchecken lassen. Ab dem 65. Lebensjahr sollte diese Untersuchung grundsätzlich Bestandteil der allgemeinen Vorsorge sein. Denn die Erkrankungswahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter; von den über 70-Jährigen ist jeder Zehnte betroffen.

Vorhofflimmern erkennen – Schlaganfällen vorbeugen

Warum kann Vorhofflimmern einen Schlaganfall auslösen? Welche Symptome weisen auf Vorhofflimmern hin? Wer ist besonders gefährdet? Was können Betroffene tun, um ihr Schlaganfall-Risiko zu senken? Diese und weitere Fragen sind Thema der Broschüre „Vorhofflimmern – Frühe Diagnose und Therapie beugt Schlaganfall vor“.

In Wort und Bild erklärt der neue Ratgeber, was beim Vorhofflimmern im Herzen passiert und unter welchen Umständen es zum Schlaganfall kommt. Der Leser erfährt, auf welche Anzeichen er achten sollte und welche Untersuchungen für eine eindeutige Diagnose notwendig sind. Eine Punktetabelle (Score) hilft Patienten mit Vorhofflimmern dabei, ihr persönliches Schlaganfall-Risiko anhand bestimmter Risikofaktoren abzuschätzen. Besonderes Augenmerk gilt den Medikamenten, die zur Vorbeugung von Schlaganfällen eingesetzt werden. Neben allgemeinen Informationen gibt es konkrete Hinweise zur richtigen Einnahme. Ein weiteres Kapitel widmet sich der herzfreundlichen Lebensweise und gibt praktische Tipps zu Themen wie Sport und Ernährung. Weiterführende Adressen und Hinweise auf interessante Internetseiten zum Thema runden das Informationsangebot ab.

Die Broschüre „Vorhofflimmern – Frühe Diagnose und Therapie beugt Schlaganfall vor“ wurde mit Unterstützung von Bayer HealthCare Deutschland realisiert. Sie ist kostenfrei und kann telefonisch, postalisch oder über die Internetseite der Deutschen Seniorenliga angefordert werden: Deutsche Seniorenliga (DSL) e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dsl-vorhofflimmern.de. Bestell-Hotline 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).