Rollator-Gewinner auf REHACARE geehrt!

Bonn, 12.10.2012 Der von Deutscher Seniorenliga und Rollatorenhersteller TOPRO ins Leben gerufene Ideenwettbewerb „Stil:sicher unterwegs" ist entschieden. Die Siegerehrung der drei Gewinner fand am 12. Oktober 2012 auf der REHACARE statt. Erfahren Sie mehr über die originellen Vorschläge!

Die fünfköpfige Expertenjury hatte aufgrund der Vielzahl innovativer und origineller Beiträge keine einfache Aufgabe. Die eingereichten Ideen haben alle Erwartungen übertroffen, resümiert Erhard Hackler, Jurymitglied und geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga: „Die Beiträge zeigen das enorme Innovationspotenzial der Teilnehmerinnen und Teilnehmer." Viele originelle und qualitativ hochwertige Vorschläge wurden eingereicht. Trotzdem hat sich die Jury einstimmig für drei Top-Ideen entschieden, die am 12. Oktober 2012 auf der Messe REHACARE vorgestellt werden.

Dem gekürten Beitrag von Florian Ringel liegt die Idee zugrunde, mit einem im Rollator eingebauten Chip automatisch die Grünphase von Fußgängerüberwegen zu verlängern. Hintergrund sind wegen des Verkehrsflusses kurz geschaltete Ampelanlagen. Die Folge: Häufig springt die Ampel auf Rot, während man sich noch mitten auf der Straße befindet - eine Erfahrung, die nicht nur Senioren machen. Erhard Hackler hält diesen Zustand für bedenklich: Die Straße sicher überqueren zu können, sei gerade für ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen sehr wichtig: „Die uneingeschränkte Mobilität hat direkten Einfluss auf ihre Gesundheit. Wenn älteren Fußgängerinnen und Fußgängern das nicht mehr möglich ist, bewegen sie sich weniger, haben weniger soziale Kontakte und erreichen Ärzte oder Einkaufsmöglichkeiten vor Ort nur noch schlecht."

Markus Rückewoldts Gewinnerbeitrag zielt auf die Nutzung des Rollators im Innenbereich ab: Der vorgeschlagene „Walker" aus Formholz und Aluminium wurde in Zusammenarbeit mit Betroffenen entwickelt. Durch seine ergonomisch gerundete Frontpartie ist er leichter in engen Räumen zu manövrieren und ermöglicht eine bessere Nutzung beispielsweise von Herd oder Arbeitsplatte mit Rollator.

Gisela Fuchs überzeugt die Jury mit dem Vorschlag, einen Reha-Rollator mit zusätzlichen Applikationen zu entwickeln. Dieser könnte der Überprüfung von Reha-Maßnahmen durch einen Schrittzähler, aber auch der Messung von Vitalfunktionen wie Puls oder Blutdruck dienen. Die Daten könnten an den betreuenden Arzt übermittelt werden.

„An den Vorschlägen und Projektbeschreibungen erkennt man, mit welch immensem Erfahrungswissen, Engagement und Liebe zum Detail die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Werke gegangen sind", zieht Erhard Hackler Bilanz: „Ideenwettbewerbe können als wichtiger Impulsgeber fungieren: Die eingereichten Ideen, Vorschläge und Anregungen werden ganz sicher in die Entwicklung künftiger Rollatoren-Modelle einfließen."

Informationen über den Ideenwettbewerb unter www.stilsicher-unterwegs.de

Hintergrund

In Deutschland gibt es knapp zwei Millionen Rollatoren und jedes Jahr werden weitere 500.000 Exemplare verkauft. Nicht alle sind so schick und praktisch, wie man sich das wünschen würde und leider erfüllen auch nicht alle die Anforderungen an Stabilität und Sicherheit, wie die Stiftung Warentest im vergangenen Jahr feststellte. Doch wie könnte das ideale Modell unter den Rollatoren aussehen? Einer, der leicht, handlich und sicher ist und trotzdem individuelle Wünsche nach Design und Zubehör berücksichtigt?

Vor dem Hintergrund dieser Fragen hat die Deutsche Seniorenliga e.V. gemeinsam mit dem Rollator-Hersteller TOPRO den Ideenwettbewerb „Stil:sicher unterwegs." durchgeführt. Mehr als 7.000 Besucher waren während des Ideenwettbewerbs auf der Internet-Plattform unterwegs. Insgesamt haben sie dort 425 Stunden verbracht.

Der Wettbewerb wird in Kooperation mit dem Projekt OpenISA realisiert, gefördert durch das NRW Ziel 2-Programm (EFRE) 2007 bis 2013.