Optimiertes Produktdesign durch Ideenwettbewerbe

Deutsche Seniorenliga gewinnt den PDMA co-creation award 2012

Bonn, 13.11.2012 Der von der Deutschen Seniorenliga in Bonn durchgeführte Ideenwettbewerb „Stil:sicher unterwegs" ist in Utrecht mit dem co-creation-award 2012 in der Kategorie „Innovation im Bereich gemeinnütziger Organisationen" ausgezeichnet worden. Verliehen wird der Preis von der Product Development and Management Association (PDMA), dem weltweit größten Netzwerk für Produktentwicklung sowie Produkt- und Innovationsmanagement.

Nominiert waren unter anderem die UNESCO sowie Unternehmen wie Coca-Cola und KLM. Der seit 2010 jährlich verliehene Preis würdigt die besondere Leistung im Bereich der „Koproduktion" von Dienstleistungen und Produkten. Die Teilnehmer des prämierten Ideenwettbewerbs zur Weiterentwicklung des Rollators waren dazu aufgerufen, Modelle, Komponenten oder Accessoires zu gestalten, die den Ansprüchen an Funktionalität und Design zukünftiger Rollatoren genügen.

Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga, sieht durch den Preis die Arbeit und das Engagement des gemeinnützigen Verbandes bestätigt. Die Seniorenliga tritt seit über zehn Jahren für die Belange älterer Menschen ein. „Diese Auszeichnung zeigt in besonderem Maße die Innovationsfähigkeit Älterer und die Möglichkeit, altersgerechte Produkte über eine generationenübergreifende „Koproduktion" zu entwickeln", so Hackler. „Stil:sicher unterwegs" ist bereits der dritte Ideenwettbewerb der Seniorenliga. Alle Wettbewerbe wurden in Kooperation mit dem Projekt OpenISA, einer offenen Innovationsplattform für gesundheitsbezogene Dienstleistungen im Alter, realisiert.

Ideenwettbewerbe finden im Rahmen der Produktentwicklung zunehmend Verbreitung als Innovations-, Design- oder Kreativwettbewerbe. Unternehmen haben bereits vor einigen Jahren erkannt, dass die Einbindung von Kunden in den produktorientierten Innovationsprozess zukünftig ein kritischer Erfolgsfaktor sein kann. Nicht nur die Bedürfnisse von Kunden können so besser erkannt werden, es können auch Ideen der Kunden aufgegriffen werden. Laien werden ebenso angesprochen wie Profis; die Themen reichen von der Produktgestaltung bis hin zur Lösung eines komplizierten technischen Problems. Professor Frank Piller, Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und Projektleiter von OpenISA, sieht in Ideenwettbewerben auch ein wichtiges Marketinginstrument: „Ideenwettbewerbe liefern interessante Anregungen für zukünftige Produkte und optimieren deren Funktionalität und Design."