Seniorenliga: Dem „Europäischen Jahr für aktives Altern 2012“ müssen Taten folgen

Bonn, 20.12.2012 Das Jahr 2012 war offiziell „Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen". Damit – sollte man meinen – war das Thema „Aktives Altern" auch auf europäischer Ebene angekommen. Die Deutsche Seniorenliga (DSL) stellt jedoch fest, dass diese überfällige Initiative viel zu wenig Resonanz in der Bevölkerung, aber auch in der Politik und in den Medien gefunden hat.

„Angesichts der demografischen Entwicklung in allen Ländern Europas sollte die ernsthafte Förderung aktiven Alterns unumstößlich auf der Tagesordnung stehen", meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL: „In Zeiten, in denen die Jüngeren weniger und die Älteren mehr werden, müssen die Herausforderungen gesellschaftlichen Wandels gemeistert und seine Chancen sinnvoll genutzt werden," so Hackler: „In den kommenden Jahren müssen den Worten endlich Taten folgen. Das beginnt mit der Erziehungsarbeit in Familien und Schulen und setzt sich dort fort, wo Handel, Banken und Industrie Jugend und Alter gleichermaßen Respekt erweisen!"

Während die Bevölkerung in Europa im erwerbsfähigen Alter stetig abnimmt, wird ab 2012 die Zahl der über 60-Jährigen jährlich um etwa zwei Millionen zunehmen. Zwischen 2015 und 2035 wird der stärkste Umschwung erwartet. Dann werden die sogenannten „Babyboomer", die geburtenstarken Jahrgänge, in Ruhestand gehen.

„Wir müssen die Rahmenbedingungen aktiven Alterns und insbesondere für ein unabhängiges Leben im Alter europaweit verbessern! Wir müssen dazu beitragen, dass angemessene Lebens- und Beschäftigungsmöglichkeiten für die zunehmende Zahl älterer Menschen wirkungsvoll angeboten und fortschreitend verbessert werden", resümiert Hackler.