Plötzliche Sehschwäche am Morgen

Venenverschluss im Auge sofort behandeln

Bonn, 25.03.2013 Trotz guter Heilungschancen erleiden in Deutschland noch immer Tausende das Schicksal der Altersblindheit. Die häufigsten Ursachen für den Verlust der Sehkraft im Alter sind die altersbedingte Makula-Degeneration, das Glaukom, die diabetische Retinopathie und der retinale Venenverschluss. Die aktualisierte Broschüre „Altersblindheit vermeiden" erläutert die typischen Anzeichen von Augenerkrankungen im Alter und beschreibt Möglichkeiten der Behandlung.

Bei der Vorsorge die Augen nicht vergessen

Während viele Bundesbürger regelmäßig zur Krebsvorsorge gehen und Blutdruck oder Cholesterinwerte selbst bestens im Blick haben, wissen nur die wenigsten, wie es um die Gesundheit ihrer Augen steht. Dabei sind gerade die Augen mit zunehmendem Alter anfällig für ernsthafte Erkrankungen, die unbehandelt das Sehvermögen schmälern und im schlimmsten Fall zur Erblindung führen können. Häufigste Ursache für den Verlust der Sehkraft im Alter sind die altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star) und die diabetische Retinopathie. Das Heimtückische bei diesen drei Erkrankungen ist, dass die Betroffenen jahrelang weder Schmerzen haben noch eine Einschränkung ihres Sehvermögens bemerken. Lässt die Sehkraft dann aber spürbar nach, ist die Augenkrankheit meist weit fortgeschritten und das Augenlicht möglicherweise gefährdet.

Plötzliche Sehbeeinträchtigung beim Aufwachen

Der retinale Venenverschluss ist nach der diabetischen Retinopathie die häufigste vaskuläre, also die retinalen Blutgefäße betreffende, Erkrankung des Auges. Bei dieser Erkrankung ist der Blutabfluss der Venen im Auge gestört. Ein solcher Venenverschluss tritt zumeist in der Nacht ein, sodass das Sehvermögen beim Aufwachen plötzlich vermindert ist. Viele ignorieren die leicht verschwommene Sicht und suchen erst einen Arzt auf, wenn sich ein „grauer Vorhang" über das Sehfeld schiebt. Wichtig ist jedoch, schon bei ersten Anzeichen einen Augenarzt aufzusuchen. Denn je früher nach einem akuten Verschluss mit der Therapie begonnen wird, desto höher sind die Chancen, die Einbußen der Sehkraft zu reduzieren.

Sehtests ab dem 40. Lebensjahr

Die Deutsche Seniorenliga empfiehlt, ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig die Augen durch einen Augenarzt kontrollieren zu lassen. „Wird eine ernsthafte Augenerkrankung rechtzeitig diagnostiziert, kann das Augenlicht in den meisten Fällen gerettet werden", erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. „Gerade für die feuchte AMD, das Glaukom, die Diabetische Retinopathie sowie den retinalen Venenverschluss stehen wirksame Medikamente und operative Verfahren zur Verfügung", so Hackler.

Die Broschüre „Altersblindheit vermeiden" zeigt die typischen Anzeichen von Augenerkrankungen auf und erläutert die Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen im Alter. Der Ratgeber kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga e.V. (DSL) angefordert werden. Bestelladresse: DSL, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn; Internet: www.altersblindheit-vermeiden.de