„Ältere Verkehrsteilnehmer – gefährdet oder gefährlich?“

Tagung der Deutschen Seniorenliga e.V. und der Unfallforschung der Versicherer UDV am 18. April 2013 in Bonn

Bonn, 10.04.13 Senioren im Straßenverkehr – kaum ein anderes Thema der Verkehrssicherheit steht derart im Fokus der Öffentlichkeit. Ob als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger: die ältere Generation selbst möchte möglichst ein Leben lang mobil sein, denn das ermöglicht soziale Teilhabe und Lebensqualität.

„Aber nur solange die Sicherheit für sich und andere gewährleistet ist“, ist Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga, überzeugt von der Vernunft der Älteren. Richtet man den Blick jedoch auf die öffentliche Wahrnehmung, verdichtet sich die Berichterstattung über ältere Menschen im Straßenverkehr im Wesentlichen auf ein mehr oder minder gegebenes Verkehrsrisiko als Kraftfahrer. Dabei ist nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes das Unfallrisiko bei älteren Fahrern nur halb so hoch wie das der Gesamtbevölkerung. Andererseits ist die Hälfte der im Straßenverkehr getöteten Fußgänger und Radfahrer heute schon über 65 Jahre.

Deshalb ist unbestritten, dass der demografische Wandel für die Gestaltung des Straßenverkehrs und das Miteinander der Verkehrsteilnehmer erhebliche Konsequenzen haben muss. Erforderlich sind überzeugende Konzepte, um Fußgängern, Radfahrern, Autofahrern und Teilnehmern des öffentlichen Nahverkehrs in jedem Alter optimalen Raum und größtmögliche Sicherheit zu bieten.

Die Tagung "Ältere Verkehrsteilnehmer – gefährdet oder gefährlich?" nimmt Mobilitätsbedürfnisse und -probleme von älteren Verkehrsteilnehmern ebenso in den Blick wie das Unfallgeschehen insgesamt. Experten aus Wissenschaft und Forschung, Medizin und Praxis diskutieren die steigende Zahl älterer Menschen im Straßenverkehr unter verschiedensten Aspekten. Gerade die letzten Jahre brachten eine Vielzahl wichtiger Ergebnisse, die den Problemkreis der Lebensqualität älterer Menschen im Schnittfeld von Mobilität und Sicherheit in einem differenzierten Licht erscheinen lassen.

Die Tagung wird von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zusammen mit der Deutschen Seniorenliga e.V. am 18. April in Bonn durchgeführt. Neben den Vorträgen wird ausreichend Zeit für Diskussionen und Pausengespräche sein. Die verbindliche Anmeldung steht Experten, Medienvertretern und allen an dem Thema Interessierten offen. Programm und Anmeldung im Internet: www.aeltere-verkehrsteilnehmer.de

Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) forscht seit über 60 Jahren zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Deutschland und zur Unfallvermeidung. Für dieses Ziel arbeiten die UDV-Fachleute interdisziplinär zusammen. Die UDV ist ein wichtiger Know-how-Träger und einer der größten Auftraggeber für universitäre und außeruniversitäre Forschung zur Verkehrssicherheit. Sie pflegt den internationalen Austausch mit anderen Institutionen, die in der Verkehrssicherheitsarbeit tätig sind und steht in ständigem Dialog mit der Politik. Damit bekennen sich die deutschen Versicherer ausdrücklich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung für die Verkehrssicherheit.

Deutsche Seniorenliga e.V.
Seit 1993 verleiht die Deutsche Seniorenliga e.V. als Interessengemeinschaft und im Verbund mit starken Partnern dem Wunsch älterer Menschen nach sozialer, wirtschaftlicher, kultureller und politischer Partizipation konsequent und richtungweisend eine klare Stimme. Aufgrund des Vereinszwecks, der Entwicklung, Förderung und Verwirklichung von Projekten und Maßnahmen, die dazu bestimmt und geeignet sind, sowohl die individuelle Lebensqualität älterer Menschen als auch deren gesamtgesellschaftliche Anliegen und Optionen als geachtete, gleichberechtigte und selbstbestimmte Mitbürgerinnen und Mitbürger zu wahren, zu stärken und durchzusetzen", ist die Deutsche Seniorenliga seit 1994 als gemeinnützig anerkannt.