Altersbedingten Schwindel nicht einfach hinnehmen

Kostenloser Ratgeber der Deutschen Seniorenliga

Bonn, 29.08.2014 Schwindel ist ein häufiges Symptom und macht insbesondere älteren Menschen zu schaffen. Ob er harmlos ist oder auf eine schwere Erkrankung hinweist, ist oftmals schwer zu erkennen. Nicht immer lassen sich die zu Grunde liegenden Krankheiten genau identifizieren. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Innenohr-Erkrankungen oder Durchblutungsstörungen sind z. B. häufige Ursachen. In diesen Fällen ist nach der Diagnose eine gezielte Therapie oder die Überweisung an den Facharzt möglich. Bei jedem zweiten Patienten jedoch ist die Ursache von Schwindel und Taumel nicht klar.

„Altersschwindel ist eher ein Verlegenheitsausdruck. Ärzte können häufig keine organische Ursache feststellen, was eine gezielte Therapie erschwert", so Professor Dr. med. Arneborg Ernst, Direktor der HNO-Klinik am Unfallkrankenhaus Berlin: „Dennoch sollte man Schwindel und Taumel in diesen Fällen nicht einfach hinnehmen. Auch der Altersschwindel lässt sich soweit beeinflussen, dass die aktive Teilnahme am Leben weiterhin möglich ist!"

Professor Ernst rät, bei anhaltenden Schwindel- und Taumelattacken möglichst schnell medizinischen Rat einzuholen: „Heftige Attacken bedeuten nicht zwangsläufig eine schlimme Erkrankung, gleichzeitig darf man leichte Schwindelanfälle auch nicht verharmlosen." Kann kein Auslöser gefunden werden, sollte man sich nicht mit den Beschwerden abfinden - im Gegenteil: Um eine Chronifizierung zu vermeiden und die Lebensqualität zu erhalten, kann man auch selbst einige Maßnahmen ergreifen. Grundsätzlich gilt, dass Bewegung und spezielles Training den Schwindel bessern, während Bettruhe und Schonung ihn eher verschlimmern. Da das Gleichgewicht stark vom Sehvermögen abhängt, sollten Sehkraft und Brillenstärke regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst werden. Schließlich können bei altersbedingt nachlassender Leistungsfähigkeit der Nervenzellen u. a. gingkohaltige Arzneimittel helfen. Sie schützen die Energiegewinnung in den Nervenzellen und fördern so deren Leistung. Außerdem regen sie die Durchblutung im Gehirn an und lindern durchblutungsbedingten Schwindel. Bei einem akuten Schwindelanfall ist es wichtig, Stürze und Verletzungen zu verhindern. Dann gilt es, sich schnell irgendwo festzuhalten und ruhig zu bleiben.

Die Broschüre „Wenn sich alles dreht – Schwindel im Alter" zeigt Maßnahmen auf, um Stürze durch akute Schwindelattacken oder eine dauerhafte Gangunsicherheit zu vermeiden. Er informiert, welche Ursachen hinter dem Schwindel stecken und vor allem, wie die Symptome behandelt werden können. Der Ratgeber wird abgerundet durch einfache Übungen, die dazu beitragen, dass man „auf festen Beinen" sein Leben genießen kann. Die Broschüre kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt werden. Hotline: 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro/Min.) Weitere Informationen unter www.schwindel-im-alter.de