Richtige Einstellung im Auto wird unterschätzt

Kostenlose Informationsbroschüre gibt Tipps für ältere Autofahrer

Bonn, 23.06.14 Senioren im Straßenverkehr – kaum ein anderes Thema der Verkehrssicherheit steht derart im Fokus der Öffentlichkeit. In der öffentlichen Wahrnehmung stellen ältere Autofahrer ein Verkehrsrisiko dar. Dabei ist nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes das Unfallrisiko bei älteren Fahrern nur halb so hoch wie das der Gesamtbevölkerung.

Natürlich möchten ältere Autofahrerinnen und Autofahrer möglichst lange mobil sein. Die Tour am Wochenende, mit dem Auto zum Supermarkt oder zum Arzt – das ist Lebensqualität. „Sie fahren aber nicht um jeden Preis“, ist Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga, überzeugt von der Einsichtsfähigkeit der Älteren: „Senioren verfügen weithin über eine sehr gesunde Selbsteinschätzung und fahren nur solange die Sicherheit für sich und andere gewährleistet ist!“

Die Deutsche Seniorenliga bietet nun eine kostenlose Broschüre an, die sich direkt an ältere Autofahrerinnen und Autofahrer richtet. Tenor des Ratgebers: Sicherheit ist Einstellungssache. Durch aktiven Erhalt der Fahrtauglichkeit, strategisches Fahrverhalten und einen kritischen Blick auf die eigenen Fähigkeiten bleibt man ein sicherer Verkehrsteilnehmer. „Der regelmäßige Check beim Hausarzt sollte neben Seh- und Hörtests eine Selbstverständlichkeit sein“, so Hackler. Vielfach unterschätzt werden die individuellen Einstellungsmöglichkeiten im Auto. Den Wenigsten ist bekannt, dass die richtige Einstellung von Lenkrad, Sitz, Spiegeln und Kopfstützen in hohem Maße der Sicherheit dient. So gehört zu einer korrekten Sitzposition ein aufrecht gestellter Sitz und optimal eingestellte Spiegel zur Ergänzung des obligatorischen Schulterblicks. Eine umfangreiche Erläuterung individueller Einstellungen und viele weitere Tipps enthält die Broschüre „Sicherheit ist Einstellungssache – Tipps für ältere Autofahrer“. Die kostenlose Broschüre ist erhältlich bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. www.mensch-auto.de

Aber der wichtigste Rat lautet: „Man sollte ehrlich zu sich selbst sein. Wer zu der Erkenntnis kommt, das Autofahren für sich und die anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährlich ist, sollte sich verantwortungsvoll Gedanken über alternative Verkehrsmittel machen“, rät Hackler.