Anhaltenden Schwindel ernst nehmen

Notizen für den Arztbesuch machen

Bonn, 28.01.2014 Alles dreht sich, man taumelt und droht zu stürzen. Eine Schwindelattacke kann buchstäblich umwerfend sein! Betroffen sind zwar auch junge Menschen – jeder Dritte hat im Laufe seines Lebens eine Schwindelattacke. Aber im Alter nimmt der Schwindel deutlich zu. Für einen sicheren Gang benötigt das Gehirn Informationen von Gleichgewichtsorganen, von den Augen aber auch von Sinnesfühlern an Haut und Muskeln. Ist all dies altersbedingt nicht mehr so zuverlässig, gerät das Gleichgewicht ins Wanken. So leidet fast die Hälfte aller Menschen über 75 an Schwindelattacken. Die Betroffenen fühlen sich dadurch extrem unsicher, häufig sind Stürze die Folge.

Anhaltenden Schwindel sollte man immer als Alarmzeichen sehen und ernst nehmen. Mögliche Probleme mit der Sehstärke oder der Halswirbelsäule, insbesondere jedoch Erkrankungen im Innenohr oder des Stoffwechsels sollten frühzeitig durch einen Arzt abgeklärt werden. „Die korrekte Diagnose ist Voraussetzung für alles weitere", so Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga in Bonn: „Eine wirksame Behandlung steht und fällt mit der Anamnese, dem ausführlichen Gespräch zwischen Arzt und Betroffenem!" Dabei ist es ganz wichtig, dem Arzt genaue Angaben über Art und Dauer der Schwindelattacke machen zu können: Ob sie plötzlich oder schleichend aufgetreten ist und was möglicherweise der Auslöser war, etwa eine Lageänderung oder ein Niesen. „Am besten macht man sich detaillierte Notizen! Dann ist es möglich, eine sichere Diagnose zu stellen und zu behandeln", rät Hackler.