Pedelecs: Das ist beim Kauf wichtig!

Fahrradfahren mit „eingebautem Rückenwind“

Bonn 11.10.2013 Das Radeln mit einem elektrisch angetriebenen Drahtesel, dem sogenannten Pedelec, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Insbesondere Senioren nutzen die Möglichkeit, sich bei steilen Anstiegen oder Strecken mit Gegenwind unterstützen zu lassen. Über eine Million Exemplare sind mittlerweile zwischen Berlin und dem Bodensee unterwegs. Allein 2012 wurden 300.000 Stück verkauft und damit 55 Prozent mehr als im Vorjahr, so Schätzungen des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV).

Die Qualität der auf dem Markt befindlichen Räder kann jedoch offensichtlich mit dem Absatz der elektrifizierten Fahrräder nicht ganz Schritt halten. Denn jüngst deckten direkt mehrere Testreihen eklatante Schwächen vor allem in Sachen Stabilität auf. So brachen Aufhänger, Lenker oder gar gleich der ganze Rahmen.

„Wir empfehlen, vor dem Kauf eines Pedelecs einen Blick auf einen der Testergebnisse beispielsweise vom ADAC oder der Stiftung Warentest zu werfen", empfiehlt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Neben der Prüfung der Stabilität sollte laut Hackler besonderes Augenmerk auf die Bremsen geworfen werden. Bei Felgenbremsen sollte man darauf achten, dass diese mit sogenannten Nassbremsbelägen ausgerüstet sind. Die besten Bremswerte haben hydraulische Scheibenbremsen, wobei diese mit viel „Fingerspitzengefühl" bedient werden müssen. Denn bei zu festem Zupacken blockiert das Vorderrad und man stürzt.

Neben technischen Voraussetzungen ist für eine sichere Fahrt der Fahrstil entscheidend, so Hackler: „Pedelecs sind deutlich schneller und schwerer als übliche Räder. So kann es in forscher Kurvenfahrt schneller zu Stürzen kommen und Bremswege werden leicht unterschätzt. Daher sollte man als Anfänger besonders vorsichtig fahren und sich mit dem neuen Gefährt erst einmal vertraut machen!"

Die Deutsche Seniorenliga bietet eine Checkliste an, die einen umfassenden Überblick bietet, worauf beim Kauf eines Pedelecs zu achten ist. Auf www.deutsche-seniorenliga.de kann ein pdf per E-Mail bestellt werden.