„Opa will nicht hören!“

Altersschwerhörigkeit nicht ignorieren!

Bonn, 16.09.2013 Bei Familientreffen reden alle durcheinander, der Enkel nuschelt und im Hintergrund läuft auch noch das Radio. Es gibt scheinbar gute Gründe, warum man kaum etwas versteht und öfter mal nachfragen muss. Der einzige Grund, der von Betroffenen nicht akzeptiert wird: Sie hören schlecht! Fast die Hälfte aller Menschen über 60 Jahre entwickelt eine behandlungsbedürftige Altersschwerhörigkeit. Das Problem wird zumeist ignoriert oder abgetan mit Worten wie: „Ein Hörgerät brauche ich nicht, das ist doch was für alte Leute!" Die Folgen können schwerwiegend sein.

Wenn Senioren schwerhörig werden, gefährdet das soziale Bindungen, aber auch die körperliche und geistige Gesundheit. Die Deutsche Seniorenliga informiert mit der kostenlosen Broschüre „Schwerhörigkeit – 10 Fragen, 10 Antworten" über Ursachen und Folgen von Hörminderungen und stellt moderne Lösungen zum Ausgleich des Hörverlustes vor.

Schwerhörigkeit und Hörverlust mindern deutlich die Lebensqualität

„Wenn ältere Menschen im Gespräch signalisieren, dass sie etwas nicht verstanden haben, wird das Gesagte häufig entweder lauter, langsamer oder im schlimmsten Fall vereinfacht wiederholt", erklärt Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. In der Konsequenz sind die Gesprächspartner oft genervt und die Betroffenen versuchen, sich solchen - in ihrer Wahrnehmung abwertenden - Situationen nicht mehr auszusetzen. Sie distanzieren sich, weil sie nicht ständig das nachfragende Anhängsel sein möchten. Nicht selten kommt es zu sozialer Isolation und Vereinsamung.

Bedeutung des Gehörs wird unterschätzt

Neben dem Sehen ist das Hören einer unserer wichtigsten Sinne. „Das Gehör ist der Schlüssel zum sozialen Leben", so Erhard Hackler: „Gutes Hören ist erste Voraussetzung für den Austausch mit Familie, Freunden und Arbeitskollegen. Wir hören Musik, Filme und Theaterstücke, Konzerte und Opern." Wenn der Hörsinn im Alter nachlässt, nehmen die Betroffenen die schleichenden Veränderungen anfangs gar nicht wahr. Verwandte oder Freunde haben eher die Chance, Hörprobleme zu bemerken. „Deshalb sollten sie die Betroffenen im Interesse ihrer Sicherheit und Lebensqualität ohne Umschweife darauf aufmerksam machen", appelliert Hackler.

Eine in diesen Fällen empfohlene Versorgung mit einer Hörlösung in Kombination mit einem Hörtraining lässt den Hörverlust wieder ausgleichen und das Sprachverständnis verbessern damit das Hörvermögen und die damit verbundene Lebensqualität bis in hohe Alter erhalten bleibt. Sinnvoll ist zunächst, einen Hörtest beim Hörgeräte-Akustiker oder HNO-Arzt durchführen zu lassen.

Kostenlose Info-Broschüre

Die Broschüre „Schwerhörigkeit – 10 Fragen, 10 Antworten" kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt werden. Internet: www.dsl-hoeren.de