Sicherheitskellen und Verkehrswesten für Senioren

Ideenwettbewerb: Mehr Sicherheit für ältere Fußgänger

Bonn, 13.09.13 Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA werden momentan die Visionen für die Mobilität von morgen vorgestellt. Ältere Verkehrsteilnehmer sind eher ein Randthema. Dabei sind die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Straßenverkehr schon jetzt allgegenwärtig, insbesondere bei älteren Fußgängerinnen und Fußgängern: Laut Unfallstatistik ist fast die Hälfte der tödlich verunglückten Fußgänger auf deutschen Straßen älter als 65 Jahre.

Das Bewusstsein, den Straßenverkehr insbesondere für ältere Teilnehmer sicherer zu gestalten, ist in der Bevölkerung durchaus vorhanden. So verzeichnet der Ideenwettbewerb „Zu Fuß? Aber sicher!" schon in der Startphase eine rege Teilnahme. Mit dem Wettbewerb möchten die Deutsche Seniorenliga (DSL) gemeinsam mit der Unfallforschung der Versicherer (UDV) vor allem ältere Menschen einladen, auf Basis ihrer persönlichen Erfahrungen Beiträge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einzureichen. Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der DSL, ist von den bisherigen Beiträgen begeistert: „Es ist schön zu sehen, dass Senioren, aber auch junge Menschen, so zahlreich bei diesem Wettbewerb mitmachen." Man sehe an den Vorschlägen, mit welch immensem Erfahrungswissen und Engagement die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Werke gehen, so Hackler: „Dabei haben alle ganz feste Vorstellungen, wie der Straßenverkehr in Zukunft aussehen soll!"

Die Ideen reichen vom Reflexmaterial für Rollatoren und Gehhilfen bis hin zu fluoreszierender Kleidung (Sicherheitswesten). Eine praktische Idee ist die Sicherheitskelle für Senioren. Sichtbar hochgehalten signalisiert sie: Vorsicht Autofahrer - hier ist ein Verkehrsteilnehmer, der etwas mehr Zeit braucht, um über die Ampel oder Straße zu kommen! „Für ältere Fußgänger ist es besonders wichtig, gerade in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit, gut gesehen zu werden", so Hackler. Ein weiterer Ideenvorschlag ist die Verkehrsampel mit Sekundenanzeige. Sie zeigt Fußgängern, wie lange die Grün- oder Rotphase noch andauert. So kann entschieden werden, ob man die Überquerung gut schafft oder lieber eine Ampelphase abwartet.

Noch bis zum 31. Oktober 2013 kann sich jeder ab 18 Jahren unter der Internetadresse www.zu-fuss-aber-sicher.de mit einer Idee am Wettbewerb und der Aussicht auf attraktive Preise beteiligen. Neben innovativen Anregungen ist auch der Meinungsaustausch möglich. Kommentare und Bewertungen zu Vorschlägen anderer Teilnehmer sind ebenso erwünscht wie die Mitteilung, ob die eine oder andere Idee auch tatsächlich umsetzbar wäre.