Hören heißt dazugehören

Moderne Hörgeräte und Cochlea Implantate sind klein, bequem und leistungsstark

Bonn, 27.06.13 Neben dem Sehvermögen ist unser Hörsinn das wichtigste Wahrnehmungsorgan, über das wir unsere Umwelt erleben. Dabei spielt das akustische Verstehen der Sprache eine besondere Rolle. Wer sein Gegenüber nicht mehr versteht, kann sich kaum noch an Gesprächen beteiligen. In vielen Fällen führt das dazu, dass Betroffene sich zurückziehen und sich sozial isolieren. Je früher Hörprobleme erkannt und behandelt werden, desto eher erlangen die Personen ihr Hörvermögen zurück und können ihre Lebensqualität wieder spürbar steigern.

Moderne Hörsysteme können den Hörverlust ausgleichen und ein Fortschreiten der Hörminderung verhindern. Die kostenlose Broschüre „Schwerhörigkeit", die in enger Zusammenarbeit mit dem Cochlea-Implantat-Hersteller Advanced Bionics (AB) und dem Hörgerätehersteller Phonak entstanden ist, informiert über Ursachen und Folgen einer Hörminderung. Zusätzlich stellt sie moderne Hör- und Kommunikationssysteme zum Ausgleich des Hörverlusts vor.

Schleichender Prozess

Hörminderungen beginnen in der Regel schleichend. Die Betroffenen bemerken die Veränderungen erst spät. Wenn sich erste Ausfälle spürbar zeigen, kaschieren sie diese häufig, indem sie den Fernseher lauter stellen oder der Umwelt undeutliches Sprechen vorwerfen. Es gibt in Deutschland aber auch jedes Jahr ca. 5.000 Erwachsene, die durch Unfälle, Entzündungen oder Erkrankungen plötzlich ertauben. Etwa 250 Kinder erfahren jährlich bis zu ihrem 18. Lebensjahr eine massive Hörverschlechterung bis hin zur hochgradigen Schwerhörigkeit.
„Wer schlecht hört, dem geht vieles an Lebensqualität verloren", meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga: „Weil nur versteht, wer gut hört, ist gutes Hören eine unverzichtbare Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe!"

Hörleistung testen lassen

Ob leichter oder schwerer Hörverlust: Wer nichts gegen seine Hörprobleme unternimmt, wird mit der Zeit immer schlechter hören. Denn das Gehirn ist maßgeblich am Hörvorgang beteiligt und „verlernt" das Hören nach und nach, wenn es nicht trainiert wird. Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Anzeichen einen Hörtest zu machen oder zum Arzt zu gehen, rät Professor Arneborg Ernst, Direktor der HNO-Klinik am Unfallkrankenhaus Berlin: „Umso einfacher und effektiver kann ein eventueller Hörverlust ausgeglichen werden. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersucht die Ursache der Schwerhörigkeit und überweist zum Hörgeräte-Akustiker, der das passende Gerät empfiehlt. Sollten Hörgeräte hier nicht mehr ausreichen, wird seitens eines Cochlea-Implantat-Zentrums oder einer Universitätsklinik als Lösung das Cochlea Implantat angeraten."

Hörgeräte und Cochlea Implantate verbessern das Klangbild

Die Hörgerätetechnologie hat sich in rasantem Tempo weiterentwickelt. Für Betroffene mit einfachen Hörverlusten, insbesondere jedoch für Patienten mit einer ausgeprägten oder sogar an Taubheit grenzenden Beeinträchtigung ihres Hörvermögens ist der Einsatz eines modernen Hörsystems der beste Weg aus der Kommunikationslosigkeit. Seit 2009 arbeiten Advanced Bionics und Phonak innerhalb der Schweizer Sonova Gruppe zusammen, um modernste Technologien für Cochlea-Implantate und Hörgeräte zu entwickeln. Gemeinsam decken die beiden Unternehmen mit ihrem Portfolio sämtliche Arten und Grade von Hörverlust ab. Mit der neuesten Entwicklung, dem NaídaCI wurde vor wenigen Wochen ein Meilenstein in der Cochlea Implantat Entwicklung vorgestellt. Hieran zeigt sich, wie die Innovationen beider Firmen zusammenfließen. Insbesondere beim Sprachverstehen in schwierigen Hörsituationen (bspw. Wind, Echo, Telefon, Restaurant) und in der drahtlosen Anbindung an Endgeräte wie TV, Radio, iPod und PC wurden richtungsweisende Technologien entwickelt.

Die Broschüre „Schwerhörigkeit – 10 Fragen, 10 Antworten" kann kostenlos bei der Deutschen Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn bestellt werden. Hotline: 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro/Min) Umfassende Informationen auch unter www.dsl-hoeren.de