Endspurt beim altersgerechten Umbau

Förderung nur noch bis Ende 2011 möglich

Bonn, 11.11.2011 Eigenheimbesitzer, die einen altersgerechten Umbau ihrer Immobilie planen, sollten sich sputen. Im aktuellen Haushaltsentwurf der Bundesregierung für 2012 sind keine Mittel für das beliebte Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) „Altersgerecht Umbauen" vorgesehen.

„Immobilieneigentümer, die die bis Ende 2011 befristete Förderung noch nutzen wollen, sollten deshalb jetzt aktiv werden", rät Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Denn vor Beginn der Umbaumaßnahmen müssen alle Förderanträge eingereicht sein.

Frühzeitig ans Alter denken

Treppen, Schwellen, enge Türen oder unzugängliche Badewannen – das sind nur einige von vielen Hindernissen für Ältere und Menschen mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit. Ein Umbau der eigenen vier Wände kann das Leben in solchen Fällen nicht nur wesentlich erleichtern. Oft ermöglichen breitere Türen und Bewegungsflächen oder barrierefreie Duschen überhaupt erst das weitere Wohnen in der vertrauten Umgebung. Doch solche Umbaumaßnahmen sind teuer. Noch fördert die KfW im Auftrag des Bundesbauministeriums altersgerechte Wohnungsanpassungen: Immobilienbesitzer, die Rücklagen für Sanierungsmaßnahmen gebildet haben und diese einsetzen möchten, können ab einer Investitionssumme von 6.000 Euro einen Zuschuss in Höhe von fünf Prozent der förderfähigen Kosten beantragen (KfW Programm 455). Der maximale Zuschuss beträgt 2.500 Euro. Wer die Immobilie erst erworben hat und nicht auf entsprechende Rücklagen zugreifen kann oder diese für andere Zwecke einsetzen möchte, sollte das KfW Darlehen mit der Programmnummer 155 nutzen. Zu einem effektiven Zinssatz ab aktuell 1,96 Prozent pro Jahr können über dieses Darlehen Kosten bis zu 50.000 Euro finanziert werden. Wer eine Förderung aus dem KfW-Programm beantragen möchte, sollte den vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Originalantrag bis spätestens zum 16.12.2011 über die Bank seiner Wahl bei der KfW stellen. Hierbei sind notwendige Bearbeitungszeiten der Hausbank zu berücksichtigen.

Gleichzeitige Wertsteigerung

„Immobilienbesitzer steigern durch altersgerechte Umbauten auch den Wert ihres Objektes, da der Bedarf an entsprechenden Wohnräumen in den nächsten Jahren zunehmen wird. Und wenn sie die Immobilie selbst nutzen, können sie für zukünftige Eventualitäten vorsorgen", so Hackler: ,„Eigentümer, die ohnehin renovieren oder umbauen möchten, sollten in den kommenden Wochen in jedem Fall über einen altersgerechten Umbau nachdenken und gezielt Fördermittel nutzen", so Hackler.

Infos zur KfW-Förderung unter www.kfw.de