Ausstieg - aber wie? Tipps für den Ruhestand

"Mitten im Leben - auch nach dem Beruf"

Bonn, 09.11.2011 Sehnsüchtig erwartet, aber manchmal durchaus auch gefürchtet, wird der Ruhestand oft auch als Unruhestand bezeichnet: Ein Lebensabschnitt, den man aktiv vorbereiten und gestalten kann.

Obwohl die Lebensumstände nach dem Erwerbsleben nahezu bei jedem verschieden sind, gibt es einige allgemeine Tipps, die man beherzigen sollte. Die Seniorenliga-Broschüre "Mitten im Leben - auch nach dem Beruf" bietet Anregungen für die Vorbereitung auf den Ruhestand. Gefördert wird der Ratgeber vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Frühzeitige Planung

Der wichtigste Aspekt ist laut Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga, die möglichst frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Ausstieg aus dem Berufsleben. Am besten sollte man schon zwei bis drei Jahre im Voraus damit beginnen, sich mit seinen Lebensumständen im Ruhestand zu beschäftigen: "Sowohl die geistige, wie auch die körperliche und finanzielle Beweglichkeit werden in den kommenden Jahren eher nachlassen und jede Veränderung wird deshalb später nur schwieriger."

Zwischenbilanz ziehen

Mit Mitte 40 stehen viele Menschen vor der Frage: Wo stehe ich? Wo will ich hin? "Gerade zwischen 40 und 50 bestimmt mancher den Kurs seines Lebens noch mal neu und legt Grundsteine für ein aktives Altern", so Hackler. Alles, was wir in dieser Zeit tun, hat langfristige Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele. Und Studien* zeigen: Wer sich engagiert, lebt im Durchschnitt gesünder. Wer schon im Berufsleben neben Job und Familie aktiv und engagiert ist, wird seine Zeit auch im Ruhestand sinnvoll zu gestalten wissen, meint Hackler: "Jeder muss für sich selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz gekommen ist. Sinnvoll ist sie allemal!"

Wohnform im Alter

Von wachsender Bedeutung ist auch die Wahl des Wohnorts oder die Ausstattung der Wohnung. Man sollte sich kritisch fragen, ob man auch unter den Aspekten veränderter Lebensumstände noch passend wohnt. Im Alter spielt die Nähe zum Arbeitsplatz eher eine nachgeordnete Rolle, dafür aber werden soziale Kontakte, Einkaufsmöglichkeiten sowie das Freizeitangebot und die medizinische Betreuung umso wichtiger.

Ratgeber der Seniorenliga

Die neue kostenlose Broschüre "Mitten im Leben - auch nach dem Beruf" enthält wichtige Tipps zum bewussten und aktiven Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Der Ratgeber kann hier als PDF-Datei per E-Mail bestellt werden.