Leicht bedienbare Handys für Senioren

Schon sechs von zehn Senioren haben ein Handy

Bonn, 03.03.2011 Bereits 61 Prozent der Bundesbürger ab 65 Jahren haben ein Mobiltelefon.* Hiervon nutzen die meisten (70 Prozent) das Handy nur zum Telefonieren. Lediglich jeder vierte schreibt SMS-Mitteilungen und nur jeder achte fotografiert mit der Handy-Kamera.** Die Deutsche Seniorenliga empfiehlt älteren Nutzern spezielle Senioren-Handys: Sie sind leicht bedienbar und trotzdem sinnvoll ausgestattet, etwa mit Notfall- oder medizinischer Zusatzfunktion.

Die kostenlose Broschüre „Mobil & aktiv im Alltag“ enthält einen Leitfaden, worauf Ältere bei der Auswahl von Handy und Mobilfunktarif achten sollten.

Mittlerweile bieten spezialisierte Anbieter eine Vielzahl von Seniorenhandys an. Sie haben in der Regel ein gut ablesbares Display mit großer Schrift sowie größere Tasten, damit die Bedienung auch gut klappt, wenn die Augen schon nachgelassen haben. „Das Menüsystem eines üblichen Handys ist Senioren oft zu kompliziert, die Dialogtechnik auf verschiedenen Ebenen für viele nicht nachvollziehbar", meint Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Seniorenliga: „Seniorenhandys der neueren Generation hingegen haben eine leicht verständliche Menü-Struktur. So entwickeln die Nutzer sogar Spaß daran, für sie sinnvolle Funktionen zu entdecken und diese im Alltag zu nutzen“. Sinnvollerweise hat das Handy auch eine Notruffunktion, bei der man mit einem einfachen Knopfdruck Hilfe anfordern kann.

„Bei dieser Funktion ist darauf zu achten, dass der Notruf auch tatsächlich durch einen einzigen Knopfdruck ausgelöst wird“, so Hackler. Bei manchen Geräten muss der getätigte Notruf noch einmal bestätigt werden, was in der naturgemäß aufgeregten Situation zum Abbruch des Notrufs führen kann. Überzeugender ist dagegen eine Notruffunktion, bei der durch einmaliges Drücken mehrere nacheinander festgelegte Rufnummern so lange angewählt werden, bis eine Verbindung zustande kommt. Einzelne Modelle haben sogar ein GPS-Modul, mit dem verletzte oder vermisste Personen geortet werden können.

Viele Senioren telefonieren nur wenig. Für sie eignen sich Verträge ohne Grundgebühr oder so genannte Prepaid-, also Vorkasse-Tarife. Dabei wird nur gezahlt, was wirklich vertelefoniert wurde. Für den, der häufiger telefoniert, kommen eher Verträge mit Grundgebühr mit Inklusiv-Minuten oder Flatrates in Frage. Wer außerdem Internet-Funktionen nutzt, sollte prüfen, ob ein zusätzlicher Daten-Tarif sinnvoll ist: Für nur gelegentliches Handy-Surfen kann eine Abrechnung nach Minuten oder genutztem Datenvolumen ausreichen, bei regelmäßigen Internet-Zugriffen ist jedoch eine Flatrate oder ein Datenpaket mit Inklusiv-Volumen günstig.

Über die Entscheidung, welches Handy und welcher Tarif im Einzelfall geeignet sind, sollte eine individuelle Beratung im Fachgeschäft Aufschluss geben. Dabei muss das Mobiltelefon vor Ort ausprobiert und das angestrebte Nutzungsverhalten beschrieben werden. Die kostenlose Broschüre der Deutschen Seniorenliga „Mobil & aktiv im Alltag“ enthält eine Checkliste, die zur Vorbereitung auf ein Beratungsgespräch die wichtigsten Ausstattungs- und Funktionsmerkmale auflistet. Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstrasse 32, 53123 Bonn, oder hier.

* Insgesamt besitzen 85 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren ein Handy.

** Quelle: Erhebung des Instituts Forsa für den Hightech-Verband BITKOM. Dabei wurden 1.000 Deutsche ab 14 Jahren im August 2010 repräsentativ befragt.