Generationenkluft bei der Handynutzung

Mobiltelefon gerade für Ältere sinnvoll

Bonn, 17.02.2012 Handys werden auch in der Generation 65plus immer beliebter. Einer aktuellen Umfrage* zufolge besitzen inzwischen 72 Prozent der Senioren ein Mobiltelefon. Vor einem Jahr waren es 61 Prozent. Insgesamt besitzen in Deutschland 61 Millionen Menschen ab 14 Jahren ein Handy. Das entspricht 87 Prozent der Bundesbürger.

„Viele Senioren haben die unbestreitbaren Vorteile eines Handys inzwischen kennen gelernt“, erläutert Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga. Gerade für Ältere kann sich ein Mobiltelefon als besonders nützlich erweisen. „Das Handy erleichtert die Kommunikation und bietet darüber hinaus Sicherheit, um im Alltag aktiv und mobil zu bleiben. Gerade für ältere Menschen bedeutet dies deutlich mehr Lebensqualität“, so Hackler.

Hinsichtlich der Handynutzung lässt sich eine regelrechte Generationenkluft feststellen. Während die über 50-Jährigen ein Mobiltelefon meist zum gelegentlichen Telefonieren, also eher pragmatisch nutzen, dient es Jüngeren als universelle Kommunikationsschnittstelle zum Surfen, Filmen und Verschicken von Kurznachrichten. Viele ältere Menschen wollen weder mobiles Internet noch umfangreiche Multimedia-Funktionen. Sie möchten einfach nur telefonieren. Oftmals sind sie mit der Komplexität eines Smartphones, das mittlerweile ein Taschencomputer ist, überfordert. „Bei Smartphones kann es passieren, dass ältere Menschen Bedienelemente nicht erkennen oder nicht treffen”, erklärt Hackler: „Deshalb empfehlen wir älteren Menschen, die das Mobiltelefon hauptsächlich aus Gründen der Sicherheit und Erreichbarkeit nutzen möchten, spezielle Seniorenhandys.“ Sie haben zumeist ein gut ablesbares Display mit großer Schrift sowie größere Tasten. So klappt die Bedienung auch, wenn die Augen schon nachgelassen haben. Häufig haben die Geräte eine spezielle Notruftaste. Bei einigen Geräten kann der Notruf so eingestellt werden, dass zuerst Angehörige angewählt werden und anschließend der Rettungsdienst, falls kein Familienmitglied antwortet. Manche Seniorenhandys bieten zudem spezielle Kurzwahl-Tasten für den schnellen Draht zu Angehörigen oder dem Hausarzt.

Senioren, die hingegen Internet- und Multimedia-Funktionen nutzen möchten, sollten Smartphones im Fachgeschäft ausprobieren. Zwar mag die Funktionsvielfalt auf den ersten Blick verwirrend sein, aber dafür besitzen manche Geräte ein übersichtliches Display. Einige populäre Geräte lassen sich trotz ihrer Fülle an Funktionen einfach bedienen. Ein Smartphone verlangt zwar mehr Eingewöhnung als Standard- und Seniorenhandys, erlaubt dafür aber die mobile Nutzung von Internet-Diensten.

Praktische Tipps zur Handywahl sowie zu geeigneten Tarifen gibt die kostenlose Broschüre „Mobil & aktiv im Alltag“. Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstrasse 32 in 53123 Bonn. Bestell-Hotline: 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro/Min) oder hier.

* Repräsentative Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der BITKOM. (1.000 Deutsche ab 14 Jahren wurden befragt.)