Internet etabliert sich auch bei älteren Menschen

Rekord-Zuwachsraten

Bonn, 02.03.2012 Die Internetverbreitung in Deutschland erreichte 2011 eine neue Höchstmarke: Mit 51,7 Mio. „Onlinern“ wurde erstmals die 50 Millionen-Marke überschritten. Dies entspricht einem Bevölkerungsanteil von 73,3 Prozent gegenüber 69,4 Prozent im Jahr 2010. Der Zuwachs geht vor allem auf die Über-60-Jährigen zurück: 34,5 Prozent sind inzwischen online, was einer Steigerungsrate von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die älteren "Offliner" begründen ihre Internet-Abstinenz mehrheitlich mit Sicherheitsbedenken sowie einem unklaren Mehrwert. Die Deutsche Seniorenliga zeigt in der kostenlosen Broschüre „6 gute Gründe für das Internet“, wie man sich sicher im Internet bewegt und welche Vorteile es in verschiedenen Situationen des Alltags bietet.

Für Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga, sind die Sicherheitsbedenken nachvollziehbar. Er ist jedoch überzeugt, dass man mit der Befolgung einiger weniger Verhaltensregeln auf der sicheren Seite ist. „Wer beim Surfen im Internet aufmerksam ist, hält das Risiko eines Datenmissbrauchs sehr gering“, argumentiert Hackler. Erste und wichtigste Verhaltensregel ist ein gesundes Misstrauen bei Aufforderungen, persönliche Daten oder Kontoinformationen preiszugeben. Seriöse Unternehmen fordern niemals per E-Mail auf, Konto- oder Zugangsdaten preiszugeben!

Prinzipiell sollte man auf keinen Fall Links in „zufällig“ erhaltenen E-Mails oder auch von vermeintlich bekannten Absendern folgen. Oft handelt es sich um den Versuch, zu gefälschten Webseiten zu führen und persönliche Daten abzugreifen. Auch sollte man keine Zugangsdaten und Passwörter im Internetprogramm (Browser) sichern. Denn auch Browser haben Schwachstellen. Internetkriminelle wissen das und können gespeicherte Daten stehlen, um sie gewinnbringend zu nutzen. Ungeeignet ist auch die Verwendung von Passwörtern, die einfach nachvollziehbar sind: z. B. das Geburtsdatum, die Namen von Kindern und ähnliche offensichtliche Wörter. Auch wichtig: Passwörter sollten regelmäßig geändert werden. Am besten ist ein Konstrukt aus Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung. Schließlich rät Hackler, mit persönlichen Angaben im Internet grundsätzlich zurückhaltend und sensibel umzugehen: Internet-Surfer sollten bewusst entscheiden, wem sie welche Details preisgeben!

„Wenn Ältere erst einmal vernetzt sind, freuen sie sich über die schnelle Verfügbarkeit nahezu unbegrenzter Informationen und genießen die vielfältigen Vorteile des Internets“, so Hackler. Den sorgenfreien Einstieg ins Internet unterstützt die kostenlose Broschüre der Seniorenliga „6 gute Gründe für das Internet“. Sie erläutert anhand praktischer Beispiele, wie man in verschiedenen Situationen des Alltags vom Internet profitiert und welche Voraussetzungen man benötigt, um im Internet zu surfen. Neben konkreten Hilfestellungen zeigt der Ratgeber, welche Regeln es im Interesse der Sicherheit zu beachten gilt. Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Bestellmöglichkeit und weiterführende Informationen auch unter www.dsl-internetratgeber.de