Qualifizierte Mitarbeiter binden

„Familienpflegezeit“ - Neue Broschüre für Unternehmen

Bonn, 05.03.12 Seit dem 1. Januar 2012 können Unternehmen ihren Beschäftigten durch Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf maximal 15 Stunden eine Familienpflegezeit für die Dauer von zwei Jahren anbieten. Das Modell gibt Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit, häusliche Fürsorge und Beruf miteinander zu vereinbaren. Aber auch die Unternehmen profitieren. Sie binden ihre erfahrenen Mitarbeiter ans Unternehmen und stärken deren Motivation und Arbeitszufriedenheit. In Zeiten des demografischen Wandels und des wachsenden Fachkräftemangels ist dies sinnvoll und notwendig.

In der betrieblichen Praxis orientiert sich die Familienpflegezeit am Modell der Altersteilzeit. Das heißt: Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen eine individuelle Vereinbarung zur Familienpflegezeit ab. Wichtig hierbei: Dem Arbeitgeber entstehen keine Nachteile in Form zusätzlicher Kosten. Er tritt während der Pflegephase lediglich in Vorleistung, doch diese Lohnvorauszahlung wird vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zinslos refinanziert.

Die neue Seniorenliga-Broschüre „Familienpflegezeit – Eine Information für Unternehmen“ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema. Der kostenlose Ratgeber zeigt auf, welche Voraussetzungen für die Umsetzung der Familienpflegezeit erfüllt sein müssen. Außerdem wird die Berechnung der Entgeltaufstockung sowie die Antragstellung des zinslosen Darlehens detailliert erläutert. Gefördert wird der Ratgeber vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn. Hotline: 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro/Min), oder auf dieser Seite. Dort steht auch das ausfüllbare Antragsformular zur „Familienpflegezeit“ als pdf-Dokument zur Verfügung.