Hören heißt dazugehören

Altersschwerhörigkeit möglichst früh behandeln

Bonn, 21.03.12 Neben dem Sehvermögen ist unser Hörsinn das wichtigste Wahrnehmungsorgan, über das wir unsere Umwelt erleben. Dabei spielt das akustische Verstehen der Sprache eine besondere Rolle. Wer sein Gegenüber nicht mehr versteht, kann sich kaum noch an Gesprächen beteiligen und gerät dadurch schnell ins Abseits.

Je früher Hörprobleme erkannt werden, desto erfolgreicher sind die Chancen einer erfolgreichen Korrektur. Die Deutsche Seniorenliga informiert mit der Broschüre „Schon gehört? Wege aus der Altersschwerhörigkeit“ über Ursachen, Folgen und Diagnose der Schwerhörigkeit sowie moderne Hör- und Kommunikationssysteme.

Hörminderungen stellen sich in der Regel schleichend ein, so dass es für die Betroffenen sehr schwer ist, diese Veränderungen zu bemerken. Wenn sich erste Ausfälle spürbar zeigen, werden diese häufig kaschiert, indem beispielsweise der Fernseher lauter gestellt oder der Umwelt undeutliches Sprechen vorgeworfen wird. Das Umfeld reagiert dann häufig mit Ausgrenzung der Betroffenen. „Wer schlecht hört, dem geht vieles an Lebensqualität verloren“, so Erhard Hackler, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga: „Im modernen Kommunikationszeitalter ist die Fähigkeit, gut hören zu können, eine notwendige Voraussetzung, um sich in unserer Gesellschaft zu behaupten und auch im privaten Umfeld aktiv teilzunehmen.“

Hörleistung testen lassen

Gutes Hören sollte daher selbstverständlich sein. Bereits ein schneller und einfacher Hörtest gibt die Sicherheit, wie gut die Hörleistung tatsächlich ist. Ob leichter oder schwerer Hörverlust: „Wer nichts gegen seine Hörprobleme unternimmt, verzichtet nicht nur auf ein hohes Maß an Lebensqualität, sondern riskiert auch, mit der Zeit immer schlechter zu hören. Denn das Gehirn ist maßgeblich am Hörvorgang beteiligt und „verlernt“ das Hören nach und nach, wenn es nicht trainiert wird“, erläutert Professor Arneborg Ernst, Direktor der HNO-Klinik am Unfallkrankenhaus Berlin.

Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Anzeichen einen Hörtest zu machen oder zum Arzt zu gehen, rät Professor Ernst: „Umso einfacher und effektiver kann ein eventueller Hörverlust ausgeglichen werden. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersucht dann die Ursache der Schwerhörigkeit und überweist zum Hörgeräte-Akustiker, der das passende Gerät empfiehlt.“ Die kostenlose Broschüre „Schon gehört? Wege aus der Altersschwerhörigkeit“ informiert über Symptome und Folgen der Schwerhörigkeit und zeigt Möglichkeiten auf, wie der Hörverlust ausgeglichen werden kann. Sie beschreibt auch umfassend die Möglichkeiten technischer Hörhilfen. Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga, Heilsbachstraße 32 in 53123 Bonn oder online unter www.dsl-hoeren.de Bestell-Hotline 01805 – 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).